Am Samstag, 26.05.2018 fand unser diesjähriger Huchen- und Sterlet-Besatz an der Donau statt. Zusammen mit den Neustädter Fischerfreunden und dem Altmühl-Fischerei-Verein Riedenburg wurde die Bevölkerung und Presse über den Besatz und die Projekte informiert, die unsere Vereine jedes Jahr mit großem Aufwand und viel Zeit, hohen Kosten und engagiertem Einsatz durchführen.

Besonders erfreut hat uns der Besuch des Landrates Martin Neumeyer, verschiedener Vertreter der Bezirks- und Landesebene, sowie Thomas Funke von Landesfischereiverband Bayern.

Viele Helfer und Interessierte säumten das Ufer vor dem Weltenburger Kloster, um sich über die Aktion sowie andere Umweltschutzprojekte der drei Vereine zu informieren.

Ludolf Wasner, Vorstand des Riedenburger Fischereivereins, präsentierte mit seinen Kollegen und Kolleginnen die Herstellung und Erhaltung der Kieslaichplätze. Die natürlichen Laichplätze sind durch die Begradigung der Flüsse im Laufe der Zeit verschwunden und müssen von den Vereinen mit großem Zeit- und Materialaufwand wiederhergestellt werden. Ziel aller Beteiligten ist die Wiederherstellung der natürlichen Reproduktion der heimischen Fischarten. Bis dahin ist noch ein langer Weg.

Erhard Garbe und die Neustädter Fischerfreunde informierten über den gesunden Fischnachwuchs. Nur im Fluss geschlüpfte Fische können den Bestand langfristig sichern. Auch sind diese Fische an die Umwelt besser angepasst und nicht so leicht zu fangen - sowohl von den Räubern als auch von den Fischern. Sie stellten ihre Brutbox vor, in der bis zu 10000 Eier von Huchen oder Bachforellen im Fluss "ausgesetzt" werden können. In ihnen reifen die befruchteten Eier in ihrer natürlichen Umgebung und die kleinen Fische können kurz nach dem Schlupf in die Freiheit schwimmen. Im Jahr 2019 wird der KfV Kelheim neben den Bachforellen, die seit Jahren so ausgesetzt werden, auch Hucheneier in die Donau bei der Weltenburger Enge aussetzen.

Während der ganzen Veranstaltung wurden die gelieferten Forellen, Äschen, Huchen und Sterlet mit dem Boot im Bereich von Stausacker bis Kelheim ausgesetzt. Dabei werden immer kleine Gruppen von Fischen verteilt, damit sie schnell einen geeigneten Unterschlupf finden konnten und nicht gleich von den Fraßfeinden entdeckt werden konnten. Das Umladen der Fische war gerade für die kleinen Besucher ein aufregender Moment, da man hier die Kraft und die Energie selbst der kleinen Fische hautnah erleben konnte.

Wir danken allen Helfern und Besuchern. Es war ein schöner Tag mit euch!